Ingo allein zu Haus

Erik Stohn zum CDU-Landesparteitag Veröffentlicht am 16. Juni 2019
Erik Stohn

Foto: Hans-Christian Plambeck

Mit nur 69 Prozent Zustimmung wurde der CDU-Landesvorsitzende zum Spitzenkandidaten gewählt. Anschließend zerpflückte der Parteitag die von ihm vorgeschlagene Liste.

Ingo Senftleben hat sich verzettelt. Er hat polternd Schritte angekündigt, die alle nicht zueinander passen. Er wollte interessant sein, in alle Richtungen offenbleiben, war bereit alles zu tun, um nur endlich mal zu gewinnen.

Er wollte mit den Linken koalieren, mit der AfD nach der Wahl reden, aber in keinem Fall mit dem amtierenden Ministerpräsidenten sprechen müssen. Nicht nur, dass diese „Strategie“ ziemlich einmalig sein dürfte in Deutschland, sie wurde ihm nun zum Verhängnis. Die eigene Partei hat seinem Treiben ein Riegel vorgeschoben.

Mal Rechtsblinken, mal Linksblinken reichen nicht, man braucht eine klare Haltung. Diese lässt die CDU in Brandenburg vermissen.

Nunmehr hat Die Linke eine Zusammenarbeit unter diesen Umständen ausgeschlossen. Jetzt dürfte Schluss sein mit dem Verkünden fixer Ideen. Seine Partei will nicht länger zuschauen. Dies alles erinnert an die alte „Schlachteplatte“ CDU Brandenburg, die vor allem für ihre Streitigkeiten bekannt war. Diese CDU ist alles andere, als regierungsfähig.

Mit dem Verbannen von Frauen auf zumeist hintere Listenplätze unterstreicht die CDU außerdem, dass sie noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen ist.