Die Grundrente kommt!

Veröffentlicht am 11. November 2019

Deutschland wird eine Grundrente bekommen. Das ist ein sozialpolitischer Meilenstein. Die Grundrente gilt ab 1. Januar 2021 für alle Menschen, die in Rente sind und für künftige Rentner. Die Grundrente ist ein Zuschlag auf die Rentenansprüche. Sie gilt für alle, 35 Jahre gearbeitet, Kinder erzogen und Angehörige gepflegt haben aber im Arbeitsleben zu niedrige Löhne hatten. In diesen Fällen, werden ihre erworbenen Rentenansprüche verdoppelt auf bis zu 80 Prozent eines Durchschnittslohns.

Vor allem Frauen nutzt die Grundrente. Vier von fünf Berechtigten werden weiblich sein. Sie haben in Berufen gearbeitet, in denen viel verlangt, aber wenig verdient wird – z.B. in der Pflege, in Erziehungsberufen, in der Gebäudereinigung oder der Gastronomie.

Viele Ostdeutsche werden profitieren. Denn in den neuen Bundesländern haben viele Menschen besonders lange gearbeitet, aber wegen niedriger Löhne und häufiger Arbeitslosigkeit oft niedrige Rentenansprüche. Sie bekommen die Anerkennung ihrer besonderen Lebenslagen.

Mit der Grundrente bringen wir mehr Gerechtigkeit ins Land. Denn Arbeit muss einen Unterschied machen: Wer viel geleistet hat,  muss sich auf eine sichere Altersversorgung verlassen können. Das ist sozial und das ist leistungsgerecht.

Die Grundrente kommt ohne Bedürftigkeitsprüfung. Sie wird unbürokratisch sein. Niemand muss einen Antrag stellen, es gibt keine Vermögensprüfung – etwa des Wohneigentums. Durch eine automatische Einkommensprüfung muss niemand Anträge stellen. Nur zusätzliche Einkommen über einem Freibetrag von 1250 für Alleinstehende und 1950 für Paare werden angerechnet.

Von der Grundrente können 1,2 bis 1,5 Millionen Menschen profitieren. Es ist gut investiert in jene, die bisher viel zu wenig vom Wohlstand unseres Landes abgekriegt haben. Die Grundrente wird gerecht finanziert, im Wesentlichen über Steuern. Wir sorgen dafür, dass die Beiträge in der Rentenversicherung stabil bleiben.

Die Grundrente leistet einen Beitrag dazu, ein Kernversprechen unseres Sozialstaates zu erneuern. Wer ein Leben lang gearbeitet hat, verdient eine anständige Absicherung im Alter. Das ist eine Frage der Anerkennung der Lebensleistung.