Brandenburg
in guten Händen.

Schnell nach Potsdam und zum BER

Stellten gestern ihr Verkehrskonzept vor: Elisabeth Herzog- von der Heide, Helmut Barthel und Erik Stohn (v.l.). FOTO: RECK

Von Hartmut F. Reck (MAZ, Luckenwalder Rundschau 19.05.2016): Am Anfang stand die Frage, wie man künftig schneller von Luckenwalde nach Potsdam kommt. Und das mit öffentlichen Verkehrsmitteln, die unterwegs nicht an jeder Milchkanne halten. „Wir brauchen aber keine partielle Lösung“, sagt Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide, „sondern einen Gesamtplan für die Gesamtregion.“

Gemeinsam mit den bei- den SPD-Landtagsabgeordneten Erik Stohn und Helmut Barthel stellte sie gestern auf einer Pressekonferenz ein Nahverkehrskonzept vor, über dem Verkehrsexperten und Lokalpolitiker der SPD im letzten Dreivierteljahr gebrütet haben. Sie hatten eine Menge an Ideen und Wünschen zusammengebracht und versucht, die Begehrlichkeiten der Kommunen auf einen Nenner zu bringen. Während die Anbindung mit dem Zug an Berlin inzwischen sehr gut sei, so Luckenwaldes Bürgermeisterin, sei die Anbindung an Potsdam für ihre Stadt in der derzeitigen Form nicht akzeptabel.

Deshalb wird in dem SPD- Papier vorgeschlagen, den Regionalzug von Süden bis nach Ludwigsfelde zu nehmen und dann von dort eine verlässliche Verbindung mit einem Schnellbus nach Potsdam einzurichten. Das heißt: Der Bus soll erst abfahren, wenn der Zug auch wirklich angekommen ist, und dann zügig bis zum Potsdamer Hauptbahnhof durchfahren. Retour natürlich das Gleiche.

Auch sei der Süden des Kreises nahverkehrstechnisch schlecht an den künftigen Flughafen BER angebunden, meinen die Politiker. „Bisher haben wir mit einem Turmbahnhof in Genshagen geliebäugelt“, so Her- zog, „aber die Fachleute haben uns davon überzeugt, dass dies zu teuer sei und zu lange dauern würde.“ Statt- dessen heißt die neue Überlegung: ein Shuttle-Zug vom Ludwigsfelder Bahnhof bis zum BER. „Die Schienen sind jedenfalls dafür da“, meint Erik Stohn. Dies hätte außer- dem den Vorteil, dass man nicht mehr den Umweg über Berlin-Südkreuz nehmen müsse und sich als Bahnkunde im tariflich günstigeren Bereich bewegen könne.

Die SPD will nun ihre Vorschläge in den Kreistag und in den Landtag einbringen. „Der Zeitpunkt ist günstig“, meint Helmut Barthel, weil derzeit an dem Landesentwicklungsplan Hauptstadtregion, der Mobilitätsstrategie des Landes, der Fortschreibung des Landesverkehrsplans und dem gemeinsamen Landesstrukturkonzept für das Flughafenumfeld gearbeitet werde.

Das Konzept zum Nachlesen...