| Geschichte |
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Die Brandenburger SPD ist der mitgliederstärkste und bei Wahlen erfolgreichste Landesverband der SPD in Ostdeutschland. Nachdem Manfred Stolpe auf dem SPD-Landesparteitag am 22. Juni 2002 in Wittenberge seinen Rücktritt als Ministerpräsidente angekündigt hat, stellt die SPD mit Matthias Platzeck, ehemaliger SPD-Oberbürgermeister in Potsdam und heute Landesvorsitzender der märkischen Sozialdemokraten, auch den zweiten Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg. Die Wahl von Matthias Platzeck ist am 26. Juni 2002 auf Vorschlag von Manfred Stolpe erfolgt. Nach der gewonnen Brandenburgwahl vom 17. September 2009 ist Matthias Platzeck zum dritten Mal zum Ministerpräsidenten gewählt worden. Mit dieser Wiederwahl steht seit über 20 Jahren ein SPD-Ministerpräsident der Brandenburger Landesregierung vor.
Auf ihrem zweiten Landesparteitag am 1. und 2. September 1990 in Cottbus bestimmten die Brandenburger Sozialdemokraten Manfred Stolpe zu ihrem Spitzenkandidaten. Bei den ersten Landtagswahlen des wiederentstandenen Bundeslandes Brandenburg am 14.10 1990 wurde die SPD stärkste Partei. Manfred Stolpe bildete als Ministerpräsident die erste Landesregierung Brandenburgs, die von einer "Ampelkoalition" aus SPD, FDP und Bündnis 90 getragen wurde. Bei den Kommunalwahlen am 5. Dezember 1993 konnte die Brandenburger SPD mit landesweit 34,5 Prozent auch ihre Rolle in den Kommunen weiter ausbauen. Heute stellt die SPD 11 von 14 Landräten und den Oberbürgermeister in Potsdam. Bei den letzten Kommunalwahlen im Oktober 2003 musste die SPD empfindliche Verluste verkraften. Seit den Kommunalwahlen 2008 ist die SPD auch kommunalpolitisch wieder stärkste Kraft in Brandenburg. Bei den Landtagswahlen am 11. September 1994 erreichte die Brandenburger SPD mit 54,1 Prozent die absolute Mehrheit und bildet seitdem eine Alleinregierung. Bei der Landtagswahl am 5. September 1999 hatte die Brandenburger SPD zwar erhebliche Stimmenverluste zu verzeichnen, konnte mit 39,3 % ihre Position als stärkste Partei in Brandenburg jedoch behaupten. Aus der Brandenburgwahl am 19. September 2004 ging die SPD mit ihrem Spitzenkandidaten Matthias Platzeck mit 31,9 Prozent erneut als stärkste politische Kraft hervor. Auf bei der Landtagswahl am 17. September 2009 wurden die märkischen Sozialdemokraten stärkste politische Kraft und stellt mit heute 31 Abgeordneten auch in der fünften Legislaturperiode die stärkste Fraktion. Der nach der Landtagswahl 2009 neugebildeten Koalitionsregierung von SPD und LINKE gehören heute folgende SPD-Minister an: Matthias Platzeck (Ministerpräsident), Günter Baaske (Ministerin für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie), Rainer Speer (Minister des Inneren), Jutta Lieske (Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft), Martina Münch (Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur) und Holger Rupprecht (Minister für Bildung, Jugend und Sport) an. Albrecht Gerber ist Chef der Staatskanzlei. Fraktionsvorsitzender in der aktuellen Legislaturperiode ist Dietmar Woidke. Der Landesverband Brandenburg hat seinen Sitz in der Alleestraße 9 in 14469 Potsdam im Regine-Hildebrandt-Haus. |


Erst seit dem 7. Oktober 1989 existiert in der ehemaligen DDR wieder eine Sozialdemokratische Partei. Noch unter den Bedingungen der Illegalität gründeten 40 Personen in einem Pfarrhaus in Schwante bei Berlin die SDP, die sich wenig später in SPD der DDR umbenannte. Am 8.11.1989, einen Tag vor der Maueröffnung, wurde in Potsdam ein provisorischer Bezirksverband der SDP gegründet. Der Landesverband Brandenburg der SPD wurde noch vor der Bildung des Bundeslandes Brandenburg durch den Zusammenschluss der Bezirke Potsdam, Frankfurt/Oder und Cottbus auf dem Landesparteitag am 26. und 27. Mai 1990 in Kleinmachnow gebildet. Zum ersten Landesvorsitzenden wurde